Kalender 2014 Leseprobe Kinderbuch Die Lokale Flocke Der Komet Panstarrs Asteroid 2012 DA14 Kometenreste in Russland Adventskalender Puzzel für alle Kontakt Sitemap

Erfahrungsberichte

ASA Astrosysteme DDM60PRO

Spalte 1 | Spalte 2 | Spalte 3

Eine transportable Direct Drive Mount (DDM) mit einer Instrumententragkraft von bis zu 25 kg aus dem Hause ASA Astrosysteme.at hat Ihren ersten Einsatz beim Endkunden.

Nach Erhalt der Montierung musste zuerst die Grundplatte der neuen DDM60PRO meinem Stativ angepasst werden.

Anschliessend habe ich dann die Montierung komplett aufgebaut und den schon im Februar bezogenen ASA 8" Astrographen montiert. Es gibt hier einige Unterschiede zu bisherigen Montierungen, an die man sich erst gewöhnen muss. Normale Montierungen sind immer starr, d.h., dass die Achsen bei ausgeschalteter Nachführung bzw. Nachführung von Hand, fest stehen. Bei der DDM60PRO sind diese lose. Es ist möglich, die Achsen mit einem Inbusschlüssel zu fixieren, was man aber nur beim 1. Mal oder bei sehr schweren Teleskopen machen muss.
Sobald also die Gewichte montiert sind und die RA-Achse senkrecht steht, ist die Montage der Rohrschellen problemlos machbar. Nun den Astrographen in die Rohrschellen geklemmt und das System grob in die Waage gebracht - perfekt.
Die DDM60PRO bietet seinem Benutzer die Möglichkeit, USB Geräte direkt an der DE Achse der Montierung an einem integrierten 3-fach USB-Hub zu betreiben. Weiter finden wir hier die Ausgänge für das Steuerungskabel des ASA OK3-Okularauszuges sowie einen 12 Volt-Ausgang für den Betrieb des Lüfters der ASA Astrographen Serie. Für den Benutzer befindet sich hier ein weiterer Ausgang mit 2x 12 Volt für weiteren Strombedarf.
Also verbinde ich meinen Astrographen mit den benötigten Kabeln an der DDM60PRO. Nun stecke und verschraube ich die Kabel der DDM60PRO, welche für die Ansteuerung der Motoren, des OK-3 sowie dem integriertem USB-Hub benötigt werden. Das letzte Kabel ist für die Stromzufuhr und endet mit einer Lüsterklemme. Im Karton finde ich kein Netzteil, aber auf der Anleitung aus dem Internet lese ich, dass kein Netzteil mitgeliefert wird.
Somit ist das Abendprogramm für mich beendet.
Das Fazit: Eine tolle Montierung, welche ein technisch ansprechendes Design hat und eine echte Ingenieurleistung darstellt.
Soweit hat beim ersten Aufstellen alles gepasst. Morgen werde ich dann das Netzteil bestellen.

Ich habe nach Rücksprache mit ASA, mich für ein elektronisches Netzteil von 12 Volt max.10 A entschieden. Man sollte beachten, dass Netzteile dieser Grössenordnung mit weiteren ca. 200 € zu Buche schlagen!


So lässt sich das Ergebnis von M31 sehen.

Aufnahmeort Fägswil, Zürich, Schweiz 550m üNN
Aufnahmetemperatur Zwischen 0.4°C und -3.7°C am Okularauszug
Montierung ASA DDM60PRO  
Teleskop ASA N8“ Astrograph Korrektor f 3.6
Fotoapparat CANON EOS 20Da  
Belichtungen 40x15sec./40x30sec./40x60sec Aufnahmezeitraum 2½ Std.
ISO 800  

Fazit:

Eine High-End Montierung, die keine Wünsche offen lässt. Man benötigt aber gute technische Kenntnisse und ein gewisses Vorstellungsvermögen. Es ist definitiv noch keine Montierung, die man mit dem Gedanken Plug and Play nutzen kann.
Aber so, wie wir die Firma ASA und den Willen von Herrn Ph. Keller kennen, dürfte die Entwicklung einer solchen Software sicher schon in der Planung sein.