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Astrofotografie, die semiprofessionelle Astronomie

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Warum sehe ich die Galaxie im Okular nicht?

Diese und ähnliche Fragen bekomme ich öfters als gewünscht von Gästen zu hören. Und um das zu erklären muss ich etwas aushohlen. Die Netzhaut des menschlichen Auges besteht aus Stäbchen und Zapfen. Mit diesen spezialisierten Zellen wird ein Lichtsignal aus der Außenwelt in ein für das Gehirn verwertbares Signal umgewandelt. Die Stäbchen sind die impfendlichsten Rezeptoren in der Netzhaut und nehmen Licht der Wellenlänge von etwa 500nm (blaugrün) wahr. Somit eigen sie sich am besten zum sehen in der Dämmerung und bei Nacht. Mit diesen Stäbchen können wir Galaxien, Nebelstrukturen und andere Himmelskörper durch das Okular des Feldstechers oder Teleskopes wahrnehmen.
Jetzt kommt die erste Gemeinheit welche sich durch den Aufbau de Netzhaut erklären lässt. Wir haben neben den Stäbchen auch noch Zapfen. Der Zuständigkeitsbereich der Zapfen ist die Farbwahrnehmung. Die Zapfen benötigen viel mehr Licht zur Reizung und erweisen sich bei den Beobachtungen durch das Okular als störend/behindernd. Wir müssen also lernen am Objekt vorbeizuschauen und dafür benutzen wir einen einfachen Trick. Wir stellen das zu beobachtende Objekt an den Rand des Okulars und schauen in die Mitte. Das wenige Licht reicht aus, die Stäbchen zu reizen und uns das milchige Objekt wahrnehmen zu lassen.
ACHTUNG: Sobald das Objekt vom Hirn realisiert wird, schauen wir an den Rand des Okulares und das Objekt ist weg! Warum! Weil beim hinschauen die Zapfen sich in den Weg stellen und die Stäbchen durch das Licht nicht mehr gereizt werden.